60|VERLEGEANLEITUNG KORKPARKETT UND LINOLEUM
Korkparkett - Vorbereitung
Diese Anleitung ersetzt die Anleitung im Korkpaket. Vor den Arbeiten nach dieser Anleitung muss ein
Beratungsgespräch stattgefunden haben. Ohne Beratungsgespräch ist diese Anleitung nicht rechtsbindend.
Der Untergrund für die Verlegung von Korkparkett muss fest, eben, trocken, riß- und staubfrei sein, der VOB-DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten entsprechen und darf diese Eigenschaften nicht mehr verändern. Wird der Boden gespachtelt, ist zuvor ein Auftrag einer Haftbrücke nötig.Bei stark saugenden Untergründen kann Universalkleber von Holzweg 1:1 mit Wasser verdünnt werden.
Im Einzelfall können nicht hunderprozentig ebene Untergründe auch belegt werden.
Oberflächendifferenzen im Kork werden dann mit einer Vierscheibenschleifmaschine plangeschliffen.
Sprechen Sie uns hierzu bitte gesondert an. Korkparkette mit fertigen Oberflächen und furnierte
Korkparkette müssen immer auf einen planebenen, z.B. Spanplattenboden oder gespachtelten Untergrund
verlegt werden.
Da es sich bei Kork um ein Naturprodukt handelt, liegen Helligkeits- und Farbunterschiede, auch innerhalb
eines Kartons, in der "Natur der Sache" und bedeuten keine Minderung der Qualität. Es empfiehlt sich daher, die Platten vor der Verlegung zu mischen. Die Verarbeitung fehlerhafter Platten schließt eine spätere Reklamation aus. Geringfügige Fugen können im Einzelfall auftreten, da Kork, ähnlich wie Holz, geringfügig arbeitet. Einen Tag vor der Verlegung soll der Kork sich in den Räumen akklimatisieren. Bitte den Kork aus dem Karton nehmen und lose aufstapeln. Korkparkett erst von der Folie trennen, wenn verlegt wird.
Begonnen wird gegenüberliegend der Zimmereingangstür. Die Verlegerichtung muss nicht abgestimmt sein mit den Raummaßen, da Kork anders als Holz nicht richtungsstrukturiert ist. Die Korkplatten werden mit einem scharfen Teppichmesser geschnitten, Kreuzfugen dürfen nicht verlegt werden. Die Versätze der Korkstöße sind unregelmäßig zu wählen (Abschlußstück einer Reihe wird Anfangsstück einer anderen Reihe). Korkplatten, die 10 Minuten auf dem Kleber liegen, werden mit einer schweren (40kg) Bodenwalze angerollt. Der Wandabstand sollte nicht größer als die Fußleiste sein und nicht kleiner als der Dehnungsstreifen vom Estrich. Jede Platte wird mit der Handfläche angestrichen, jede kleinste Unebenheit, Pickel, muß entfernt werden.
Es wird der Kleber 65 cm breit mit einem B1-Zahnspachtel, gehalten im 90°-Winkel zum Untergrund,
aufgezogen (Kleber, der versehentlich auf Korkoberfläche kommt, wird sofort mit einem nassen Lappen
abgewischt). Fugenfrei werden zwei Korkplattenreihen aneinander gelegt. Dadurch ist es gegeben, dass an
der Vorderkante der zweiten Reihe automatisch eine gerade Linie entsteht, die es wiederum ermöglicht, alle weiteren Korkfliesen fugenfrei zu verlegen. Im Zeitrahmen 10 Minuten versetzt zum Legen rollen sie den
Kork ab. Nach Abschluss der Verlegearbeiten rollen Sie noch einmal den ganzen Boden mit der Bodenwalze ab; besonders die Ränder. Setzen Sie dazu eine Hilfskraft zusätzlich auf die Walze.
Deformieren Sie den Boden mit Gewichten auf dem Untergrund, wenn die Platten sich leicht abheben.
Sollten Dehnungsfugen im Estrich überverlegt werden, sprechen Sie uns dazu bitte gesondert an.
Bitte beachten Sie die weiteren Angaben vom Universalkleber. Der Zahnspachtel muß alle 25 m²
gewechselt werden um einen außreichenden Kleberauftrag zu gewährleisten.Kleberhäute sorgfältig entfernen und nicht unterrühren. Trockenzeit zum einpflegen oder Oberflächenbehandeln 24 Std..
Beachten Sie auch unsere Anleitungen:
Linoleum Verlegung
Linoleum muß sich einen Tag akklimatisieren. Rolle aus dem Papier rollen und aufrecht hinstellen. Linoleum immer aufrecht lagern.
Linoleum braucht einen ganz glatten Untergrund, der immer gespachtelt sein muss. Wenn zwei Bahnen aneinandergearbeitet werden müssen ist Linoleum nicht ohne spezielle Kenntnisse und Werkzeuge selbst zu verlegen.
Beachten Sie auch unsere Anleitungen:
HOTLINE: 0176-608 844 90
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